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Iron Cats-Hymne by Leo

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Geschichte

Auszüge aus dem Buch "Hockey ist die beste Medizin!", von unserem Hockey-Uhrgestein, Marco Müller.

 

1989 - 2002


Die Gründung der Iron-Cats

Bevor es zu dieser Gründung kam, waren einige MEH`ler schneller. Sie gründeten die Terminators und schnappten sich so auch gleich die besten Spieler. Ralph, Rino und Ich wurden dabei nicht berücksichtigt. Wir gehörten einfach nicht so zu diesem Freundeskreis. Etwas verärgert suchten wir noch weitere potentielle Hockeyspieler, schliesslich waren wir noch voll motiviert nach der WM in Australien. Tatsächlich fanden wir mit Markus, Patrick und Luigi (Rinos Bruder) doch noch drei weitere Spieler, die bereit waren mit uns zu spielen. So gründeten wir die MEH-Tigers, die wir aber nach wenigen Wochen schon in die Iron-Cats umbenannten.

Es war Herbst 1991 als wir genügend Spieler hatten und so auch gleich die Grundmauern für ein eigenes Team gelegt waren. Mit der Gründung der Iron-Cats begann der Bau einer Hockey-Hochburg in der Schweiz. Doch das schwierigste stand noch vor uns. Natürlich brauchten wir jetzt auch einen Trainer und einen Trainingsplatz. Leichter gesagt als getan. Auch in diesem Bereich waren die Terminators uns einen Schritt voraus. Sie hatten Kontakt zu einem Sportlehrer aus der Berufsschule Zürich. So bekamen sie einen Trainer und Gratisplatz in der Turnhalle der Berufsschule. Und das einmal in der Woche. Vor Neid geplagt suchten wir verzweifelt im MEH, in der Verwandtschaft und bei Freunden einen Trainer. Nach wochenlanger Suche bot sich ein MEH-Betreuer an diesen Job vorerst zu übernehmen. Er hatte ein wenig Erfahrung im Mannschaftssport, er spielte in der Nationalliga B Handball. Mit dem Trainingsplatz unterstützte uns dann die Heimleiterin. Über das Schulamt bekamen wir auch einen Platz in einer Turnhalle. Ab sofort konnten wir jeden Mittwochnachmittag zwei Stunden lang im Schulhaus Manegg in Wollishofen trainieren. Mirko unser Trainer fuhr uns auch noch mit dem MEH-Bus in die Halle. Doch bevor wir richtig trainieren konnten, erlebten wir schon den ersten Frust. Die Terminators haben es irgendwie geschafft Markus abzuwerben. Das einzige was die Terminators darauf zur Antwort gaben:" Wir sind sowieso die Besseren und wir haben Markus genug Schmiergeld gezahlt". Ha, ha. Dafür konnten wir Lars noch für diesen Sport begeistern. Endlich konnten wir in Ruhe trainieren.
Anfangs hatte Mirko recht Mühe uns sechs Rowdies etwas zu lehren. Doch mit der Zeit entwickelte unser Trainer ein richtiges Programm für uns. So machte es richtig Spass. Als aber kurze Zeit später Ralph und ein paar Monate später Rino starb, hatten wir sehr viel Mühe uns wieder zusammen zu raufen. Die Beiden waren ein grosser Teil unserer Mannschaft.


Die beiden Teams kämpfen vereint

Ausgerechnet jetzt wo sich beide Mannschaften noch in der Entwicklungsphase befanden und eine grosse Rivalität herrschte, bekamen wir eine Turniereinladung aus Deutschland. Das Problem dabei war nur, dass die Einladung nur für eine Mannschaft galt. Aus diesem Grund entschied man sich im MEH, dass sich die beiden Teams vereinen sollten. Natürlich passte dies am Anfang keinem Spieler, doch schlussendlich machten wir aus den Iron-Cats und den Terminators die "Swiss-Selection". Es war ja auch für uns das erste Turnier in Europa. Da alle spielen wollten entschieden wir uns alle zehn Spieler mitzunehmen. Das kleinste Problem waren nur noch die T-Shirts. Die MEH Heimleiterin kaufte uns rote T-Shirts, nun fehlten nur noch die Schweizer Kreuze, also bastelten wir aus Klebeband weisse Kreuze.


Die Zeit zwischen den Turnieren

Mitte Frühling im Jahre 1992 gesellte sich Lisi zu uns. Jetzt hatten wir sogar noch eine Spielerin mit einem harten Schuss. Einige Wochen später kam dann die erste grosse Bewährungsprobe. Wir standen das erste mal unseren Rivalen, den Terminators, gegenüber. Leider verloren wir knapp mit 1:0. In der gleichen Woche gab unser Trainer bekannt, dass er das MEH verlassen werde und einige Monate in Thailand herumreisen werde. Der neue Betreuer der Mirko im MEH ersetzte, hat ebenfalls eingewilligt uns zu trainieren. Zwar hatte er nicht soviel Ahnung wie Mirko, aber wenigstens spielte sein Sohn bei den ZSC-Moskitos und er selbst war ein Fan vom ZSC. Die anfänglichen Meinungsverschiedenheiten legten sich schnell und bald kehrte der gewohnte Trainingsablauf wieder ein. Kurz vor der zweiten Begegnung gegen die Terminators stiess Nuno noch zu den Iron-Cats. Aber auch er konnte die 1:4 Niederlage nicht verhindern.
Wir trainierten also jeden Mittwoch nachmittag fleissig weiter. Aber irgendwie kamen wir nie richtig vorwärts. Die weiteren Testspiele die wir gegen die Terminators spielten, verloren wir jeweils brutal mit 8:0 und 9:0.
Die Terminators bekamen aus München eine Einladung für ein Wochenende an ihr Turnier zu kommen. Gefrustet, dass wir nicht auch eingeladen wurden, trainierten wir weiter. Natürlich kam da auch Neid auf und die Terminators wussten dies gemein auszunutzen, immer wieder kamen Sprüche wie: "Wir sind sowieso besser als ihr". Eigentlich war die Sache immer sehr kindisch zwischen unseren beiden Teams.
Trotz unseren Trainingseinheiten wurden die Resultate gegen die Terminators nicht besser. In der Zwischenzeit konnten unsere Rivalen schon an zwei weiteren Turnieren dabeisein.


Unsere erste Teilnahme an einem grossen Turnier

Und wieder einmal mehr, bekamen die Terminators eine Einladung für ein Hockeyturnier, diesmal von Torpedo-Ladenburg. Aber schau an, sie verzichteten freiwillig auf dieses Turnier da sie schon zwei hatten in diesem Jahr. Also gaben sie die Einladung an uns weiter. Endlich kamen wir zu unserer Chance, erstmals konnten wir als Team Iron-Cats auf uns aufmerksam machen.

Das Hauptproblem bei den jeweiligen Turnieren ist die Betreuersuche. Wir waren jeweils selber verantwortlich, dass wir genügend Betreuer hatten. Wir mussten auch sonst noch einige Auflagen vom MEH erfüllen, damit wir überhaupt an ein solches Turnier durften. Zum Beispiel mussten wir selbst mit der Schule klären, wie und wann die Schulstunden nachgeholt werden, wer die Verantwortung über uns hat oder ob wir finanziell auch wirklich abgesichert waren. Wir mussten mit der Heimleiterin besprechen für was wir alles Geld brauchten (Benzin für den Bus, Turnierbeiträge der Spieler, evtl. neue Spielerleibchen). Aber heute läuft alles ganz anders (doch darauf werde ich später noch kommen).

Lange war nicht sicher, ob wir wirklich am Römer-Cup in Ladenburg teilnehmen konnten. Das Problem waren immer noch die Betreuer. Schlussendlich erklärten sich der damalige Physiotherapeut, die beiden Mütter von Luigi und mir plus zwei Betreuer aus dem Lager bereit. Die Beiden aus dem Lager verliessen uns schon nach dem ersten Spieltag wieder, weil wir uns anscheinend zu wenig mit ihnen auseinander setzten, aber wir mussten ja schliesslich spielen. Also hatten wir für den Rest nur noch drei Betreuer. Doch leider fehlten uns auch noch zwei Spieler, Nuno und Lisi konnten nicht mitkommen. Tomi und Markus überwindeten ihren Stolz und schlossen sich als zwei Gastspieler von den Terminators bei uns an. Jetzt waren wir mit Luigi, Lars, Ueli (neu eingetreten bei den Iron-Cats), Tomi, Markus und mir genügend Spieler.
Am 30. September 1993 war es nun endlich so weit. Mit nur einem Sieg beendeten wir das Turnier auf dem 8. Rang.


Die Zeit ohne Trainer

Die nächsten zwei Jahre sollten sehr schwer und auch entscheidend werden. Nach dem Turnier in Ladenburg verabschiedeten sich Lisi, Luigi und Patrick von unserer Mannschaft. Lisi hörte ganz auf mit dem Hockeysport, Luigi und Patrick sahen ihre Zukunft nur noch bei den Terminators. Erst waren wir recht betrübt, dass Lisi, unsere einzige Spielerin mit einem harten Schuss, uns verliess. Ebenfalls kurz nach dem Turnier wurden wir wieder trainerlos. Die einzige Chance um das Training weiter zu ermöglichen bestand darin, dass Ich selbst das Traineramt übernehmen musste. Zu unserem Glück gab es wenigstens noch Betreuer die uns in die Trainingshalle fuhren. Ich muss zugeben, dass dies etwas belastend für mich war. Nun war Ich Trainer, Captain und Spieler. Jetzt sah ich mal selbst, wie schwierig der Trainerjob sein kann. Du musst dir immer einen Trainingsablauf oder Programm ausdenken, wenn es Unstimmigkeiten gibt muss man dazwischen gehen oder das Problem zu lösen versuchen und du musst den Spielern Taktik und Disziplin beibringen. Dazu kommt, dass ich selbst Spieler im Team bin und darum auch um den nötigen Respekt und die Anerkennung als Trainer kämpfen musste. Durch all diese Probleme liessen wir uns aber nicht unterkriegen. Und so folgten wir trotzdem der erneuten Einladung der Crocodiles aus Emmendingen. Dieses Tagesturnier im Januar`94 war aber eher frustrierend. Wir gewannen kein Spiel und kamen so natürlich nur auf den
6. und letzten Platz. Den Terminators sollte es nicht besser gehen, ausser mit dem Unterschied, dass sie gegen uns gewannen.

Aber als dann Matthias ins MEH kam und sofort Freude am Hockeyspielen fand, hatten wir für Lisi, die uns ja schon im Sommer `93 verliess, einen guten Ersatz gefunden. Da Matthias eine andere Behinderung hat kann er sich viel besser bewegen und so die Gegner besser austricksen und einen gerade so kräftigen Schuss wie Lisi hinbringen.


Den Iron-Cats gelang der Durchbruch

Am 23. März 1994 fand im Appenzellerland (in Trogen) ein kleines Hockeyturnier unter "Anfänger" statt. Das erste reine schweizerische Turnier, wenn man Tirol in Österreich zu der Schweiz zählen würde. Liebe Österreicher bitte nehmt mir das nicht übel. Im Schulheim Bad-Sonder in Teufen hat sich eine neue schweizer Mannschaft gebildet und dies wollten sie mit einem Miniturnier feiern. Die Iron-Cats und die Terminators kämpften als Favoriten, mit zwei Mannschaften aus Teufen und einem Team aus Tirol, um den Turniersieg. Sicher handelte es sich nicht um ein Turnier von grosser Bedeutung doch eine grosse Überraschung sorgte dafür, dass dieses Turnier nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird.

Ueli, der früher auch in diese Schule ging, meinte vor dem ersten Spiel: "Wenn es uns gelingt gut zusammen zuspielen und unsere Verteidigung besser zu organisieren als im Training, dann werden wir den 2. Platz erreichen. Ich hoffe nur, dass wir nicht allzu hoch gegen die Terminators verlieren."
Auch Martin der Captain von den Terminators zeigte sich recht zuversichtlich: "Wir sind ziemlich siegessicher und das einzige was uns beschäftigt, ob wir die Taktik aus dem Training im Turnier umsetzen können. Nur die Tiroler wissen wir nicht so genau einzuschätzen."
Doch jetzt alles der Reihe nach.

Am Anfang war die Niederlage

Ziemlich nervös begannen die Iron-Cats gegen ihre Rivalen, die Terminators, zu spielen. Bis zur Hälfte des Spiels geschah nichts Wesentliches. Beide Mannschaften versuchten den Ball in ihren eigenen Reihen zu halten. Doch weil dies beiden nicht gut gelang, bot sich das Bild von einer regelrechten Ballschlacht. Die Terminators drückten wie verrückt auf unser Tor. Doch scheinbar waren sie auch zu nervös. Matthias fasste sich ein Herz, schnappte sich den Ball und hämmerte ihn aufs gegnerische Tor. Der Ball rollte nur knapp am Tor vorbei. Es stand also immer noch 0:0 und der Lautsprecher kündete bereits die letzte Spielminute an. Wir freuten uns schon über ein Unentschieden, als Tomi, ein Stürmer der Terminators, den Ball zwischen meinen Rädern ins Tor beförderte. Schade. `

Doch schon folgte der erste Sieg

Im Spiel gegen Teufen 1 überzeugte unsere Verteidigung. Vor allem überraschte Nuno, der bisher immer im Sturm spielte, er entpuppte sich als brillanter Verteidiger. Mit dieser Rückendeckung konnten Lars und Matthias Druck machen. Schliesslich war es Lars der sich hinter dem gegnerischen Tor gegen zwei Spieler durchzusetzen vermochte und einen präzisen Pass zu Matthias gab. Matthias konnte den Ball ungestört ins Netz schiessen. Am Schluss dieses Spiels wurde es noch mal spannend. Ein Stürmer von Teufen 1 hatte gewissermassen einen Kraftanfall und schoss den Ball so fest, dass er vor meinem Tor hoch hüpfte. Ich konnte den Ball mit grösster Mühe noch mit der obersten Kante meiner Goalischaufel abwehren, noch mal Schwein gehabt.

Ein weiterer Sieg gesellte sich dazu

Gleich zu Beginn schoss Matthias das 1:0. Doch wenig später mussten wir wieder zittern gegen Teufen 2. Nach meiner guten Parade im letzten Spiel musste ich nun ein faules Ei einstecken. Matthias schoss uns aber gleich wieder in Führung. Dieses Tor gab noch kurze Diskussionen, aber es zählte. Mit vielen Befreiungsschüssen von Nuno und Matthias konnten wir diese knappe Führung über die Zeit retten.

Eine Verschnaufpause die zu einem 0:0 führte

Schon nach den ersten Spielminuten zeigte sich, dass die uns unbekannten Tiroler nicht zu unterschätzen waren. Sie verfügten über einen starken Stürmer, der geschickt aus jedem Winkel aufs Iron-Cats Tor schoss. Wiederum Dank der starken Verteidigung von Lars und Nuno blieb es beim glücklichen 0:0. Die einzige Torchance die Matthias hatte, vereitelte der Tiroler Torhüter. Kurz vor Schluss vermasselte Ueli beinahe das Unentschieden. Aus unerklärlichen Gründen schoss er den Ball durch unseren eigenen Torraum zu einem Gegner, der nur noch zu schiessen brauchte. Da er wahrscheinlich wie wir sehr überrascht war über diese Chance, schoss er zwar scharf aber unpräzise.

Der lang erwartete Durchbruch

Für die Iron-Cats ist ein Traum Wirklichkeit geworden, sie standen zum ersten, aber vorerst auch zum letzten Mal, in einem Finale. Kein Wunder, hatten wir deshalb eine grosse Moral gegen die Terminators. Auch die Terminators waren voll motiviert und wollten uns mit einer "grossen Packung" nach Hause schicken. Unsere Rivalen gingen druckvoll ans Werk. Sie drängten uns ganz zurück und versuchten uns einzuschnüren, doch wir schafften es immer wieder den Ball aus der Gefahrenzone wegzuschiessen. Wir riegelten unseren Torraum regelrecht ab. Es war erstaunlich, dass Matthias trotz seines langsamen Rollstuhles immer mehr vors gegnerische Tor kam. Bei einem dieser Angriffe schlängelte er sich geschickt durch die Verteidigung der Terminators und erwischte den Torhüter mit einem faulen Ei. Jetzt versuchten unsere Rivalen alles um ein Tor zu schiessen, aber auch mit der "Brechstange" gelang ihnen kein Tor mehr. Dann der Schlusspfiff und die Überraschung war perfekt. Unser Jubel kannte fast keine Grenzen. Ich glaube ich habe noch nie eine gegnerische Mannschaft gesehen, die so niedergeschmettert war. Alle Spieler der Terminators fuhren aus Frust in die Bande oder in die Wand.

Die Folgen von unserem ersten Turniersieg

Wir sangen und jubelten noch den ganzen Nachmittag, denn dieser Turniersieg ging in die "Geschichtsbücher" der Iron-Cats ein. Mit strahlenden Gesichtern nahmen wir die Medaillen entgegen. Aber anscheinend freuten wir uns, nach dem Geschmack der Terminators, zu fest über diesen Erfolg. Immer wieder kamen faule Sprüche oder sie versuchten Nuno, der sich am wenigsten wehren konnte, zu ärgern. Leider endete dieser Tag mit einem Streit zwischen den beiden Mannschaften.
Immer wieder fragten sich die Terminators was die Niederlage in Zukunft bedeuten werde. "Ist der Bann gebrochen, sind die Iron-Cats nun plötzlich die Stärkeren?"
Ich glaube so eine dumme Frage sollte sich sie nie eine Mannschaft stellen.
Die Moral bei den Terminators brach langsam zusammen. Wie ging dies wohl weiter?


Internationales Turnier in St. Gallen

Schon im Juni des gleichen Jahres stand das nächste Turnier vor der Tür und zwar sozusagen vor der eigenen Haustür. Das erste internationale Turnier in der Schweiz fand in der Kreuzbleiche-Halle in St. Gallen statt. Eine Betreuerin aus dem Sommerlager war so begeistert von unserem Sport, dass sie sich entschloss ein eigenes Turnier zu organisieren. Mit der Mithilfe unserer beiden MEH-Teams wurde es doch tatsächlich möglich. Und schau an auf unsere Einladung fanden sich internationale Teams nach St. Gallen. Da kamen zwei Mannschaften aus Holland, eine aus Slowenien und jegliche Teams aus Deutschland. Es wurde ein lustiges und fröhliches Turnier. Alle Mannschaften mussten in einer grossen Turnhalle auf Matratzen übernachten. Man muss sich das mal vorstellen, bis zu 200 Leute (Spieler und Betreuer der jeweiligen Mannschaften) versuchten dort zu schlafen. Betonung auf versuchen!
Sehr aufregend waren jeweils die Abende, wir konnten in einem Restaurant die Spiele der Fussball WM schauen. Natürlich war es immer ein riesen Fest. Am besten wurde es als die Deutschen gegen Bulgarien ausschieden. Hupend fuhren wir mit den Holländern durch die Innenstadt. Auch als die Holländer schliesslich gegen Brasilien verloren war es immer noch eine Freude mit den Holländern Fussballlieder zu singen. Auch beim Abschlussfest in der Turnhalle war die Stimmung riesig. Nur das Team aus Berlin wollte nicht mitfeiern und verzog sich beleidigt mit den Matratzen zu den Toiletten um ihre Ruhe zu finden.
Spielerisch konnten wir nicht auftrumpfen da Ueli krank war und Lars von den Eltern nicht mitdurfte, waren wir nur drei Spieler. Also mussten wir bei jedem Spiel, neben Matthias, Nuno und mir, zwei Spieler ausleihen. Das ging soweit gut bis zum Spiel gegen Slowenien. Sie weigerten sich zu spielen weil wir nach ihrem Geschmack zwei zu Starke Spieler ausliehen. Wir mussten leider nachgeben und verloren mit viel Einsatz dieses Spiel mit 2:1. Das war der einzige Frust an diesem Turnier. Am Schluss reichte es wieder nur für Platz 11. Wenigstens nur der zweitletzte Platz. Die Terminators beendeten das Turnier auf Platz 8.


Die zwei folgenden Hockeyjahre im Überblick

Ueli konnte ja wegen Krankheit nicht am Hockeyturnier in St. Gallen dabeisein. Leider erholte Ueli sich nicht mehr von der Krankheit und starb einige Zeit später.
Er spielte knapp eineinhalb Jahre bei den Iron-Cats und entwickelte sich als ruhiger und solider Verteidiger. Es ist jedesmal ein herber Verlust wenn ein Mitspieler stirbt.

Jedesmal wenn wir gegen die Terminators spielten gab es Ärger. Und erst recht als sie wieder einmal mehr an ein Turnier nach München gehen konnten. Doch dieses Turnier zeigte nur das Formtief der Terminators an. Sie konnten nur ein Spiel gewinnen. In der Zwischenzeit wechselte Patrick von den Terminators zu uns. Dies war für uns neu, denn bis dahin wechselten nur immer unsere Spieler zu den Terminators. Aber mit Christian gesellte sich auch ein ganz neuer Spieler zu uns. Jedoch trainierte und spielte er nur sporadisch.

Nach der zweijährigen Trainerflaute konnten wir endlich wieder jemandem das Traineramt bei den Iron-Cats schmackhaft machen. Markus der Mann von der damaligen MEH-Köchin war Lehrer und hatte jeweils am Mittwoch Zeit. Er lehrte uns sehr schnell mehr Disziplin und Spielfreude. Es ist ein schönes Gefühl wenn man selbst merkt, dass es immer besser geht. Was auch neu für uns war, dass das Training mit taktischen Spielzügen aufgebaut wurde. Er entwickelte für uns die richtige Taktik. Das Schwierigste war wohl, dass Umstellen von Verteidigung auf Sturm. Wir waren uns so gewöhnt hinten einfach dicht zu machen, so dass es selten zu einem Sturmlauf unserer Mannschaft kam. Aber mit seiner Geduld und taktischen Aufzeichnungen lernten wir diese Spielzüge langsam aber sicher. Mit Michi bekamen wir noch einen neuen Spieler.

Im Januar 1996 fand wieder einmal ein Turnier in Emmendingen statt. Doch dieses Turnier war nicht gerade nennenswert. Die Iron-Cats holten Platz 5 und die Terminators Platz 4. Nach diesem Turnier bröckelten die Terminators völlig auseinander. Die Spieler konnten sich nicht mehr motivieren und auch die Stimmung war nicht gerade die Beste. Nach 5 jährigem Bestehen lösten sich die Terminators endgültig auf. Einerseits fanden wir es schade, dass das MEH nun nur noch eine Mannschaft und weniger aktive Spieler hatte. Andererseits hatten wir jetzt endlich die Möglichkeit uns bekannt zumachen. Jedesmal wenn es für die Terminators eine Turniereinladung gab mussten wir denen mitteilen, dass sich die Terminators aufgelöst haben und dass wir gerne diese Einladung übernehmen würden. Natürlich haben wir das gerne gemacht, so gemein es auch klingt.

Vor dem zweiten Turnier in Ladenburg, wurde im MEH erkannt, was für eine Bedeutung das Hockey für uns hat und das wir für die Ausübung unseres Hobbys mehr Unterstützung brauchen. Aus diesem Grund hatten Frank und Susanne (zwei MEH Betreuer), ab diesem Zeitpunkt das Organisatorische in Ihrer Hand. Die Turnierteilnahmen wurden jetzt so geplant, dass sich die Spieler in erster Linie um das Hockey kümmern konnten. Es musste auch professioneller werden mit der Betreuung. Anfangs kamen mehr Eltern mit, die ihre Kinder mit ihrem eigenen Ehrgeiz unter Druck setzten. Und dabei einfach zuviel Einfluss auf das Organisatorische nahmen. Seit mehr Betreuer und weniger Eltern dabei sind läuft dies schon besser. Das macht das Ganze auch viel neutraler. Aber langfristig kann man die Betreuer nicht bezahlen, es müsste mehr auf freiwilliger Basis laufen, da es über das Spendenkonto des MEH`s läuft. Die Betreuer bekommen den üblichen Aushilfslohn.

Wir wurden ein zweites Mal an den Römer-Cup in Ladenburg eingeladen. Es war eines der schöneren Turniere. Draussen war es so um die 30°C, so dass wir zwischen den Spielen und jeweils am Abend das kleine Städtchen geniessen konnten. Ach ja mit Tomi hatten wir wieder einen neuen Spieler. Er war der erste Ex-Terminator der wieder Freude am Hockey spielen fand. So konnten wir mit einem guten Team antreten. Immerhin gewannen wir zwei Spiele und konnten mit dem 10. Rang zufrieden sein. Das Turnier war mit starken Mannschaften bestückt. Wir feierten als hätten wir einen Podestplatz erreicht.

Nach dem Sommer 1996 kamen nach Tomi noch zwei weitere Ex-Terminators zu uns. Markus, der uns gleich am Anfang nach der Gründung der Iron-Cats verliess, und Marc der einfach wieder spielen wollte. Auch Reto und Dominik kamen neu ins MEH und wollten sofort auch mitspielen. Wir hatten keine Probleme das all diese Spieler nun bei uns spielten, schlussendlich stärkten sie ja unser Team. Leider musste Markus, unser Erfolgstrainer, uns schon wieder verlassen. Mit seinem Job als Lehrer brachte er nicht beides unter einen Hut. Der Anfahrtsweg nach Wollishofen war ihm auch einfach zu weit. Und so schnell eine andere Halle in der anderen Stadthälfte zu finden war auch unmöglich. So kam es, dass wieder ein MEH Betreuer Trainer von uns wurde. Aber Urs wurde gut von Markus eingeführt, dass wir weiter an unserer neuen Taktik feilen konnten. Drei Monate später entschied man sich doch eine andere Turnhalle zu finden. Jedes mal der lange Anfahrtsweg durch den Stossverkehr kostete uns jeweils bis zu einer dreiviertel Stunde Wegzeit. Schade war einfach, dass dies nicht schon früher entschieden wurde, dann wäre Markus vielleicht heute noch unser Trainer. Wir hatten die Möglichkeit in einer kleinen Halle von der EPI-Klinik unterhalb des MEH zu trainieren. Dort blieben wir nur etwa zwei Monate, weil es einfach zu wenig Platz gab. Seither trainieren wir in Zürich-Wittikon, dass nur 10 Minuten entfernt liegt, in einem Schulhaus. Jeweils an einem Donnerstag von 16.30 bis 18.00 Uhr.

Im Oktober 1996 begannen für uns die alljährlichen Gastspiele bei dem Franz Beckenbauer-Cup der Munich-Animals in München. Bis anhin gingen ja immer die Terminators zu diesem hochkarätigen Turnier nach München. Hochkarätig deshalb, weil nur die besten Teams eingeladen werden. Wir als Schweizer wurden eingeladen um das Turnier internationaler zu machen. Ich möchte die nächsten vier Turniere in München jeweils nur erwähnen. Ich werde erst beim Turnier 2001 in München genauer über dieses Jahresereignis schreiben.
Also bei unserer Premiere in Bayern erreichten wir den 10. Rang.


Die Iron-Cats auf Holland Tournee

Nach einer fast elf monatigen Turnierpause konnten wir endlich wieder unser Können unter Beweis stellen. Es ist eben schon etwas anderes, auf internationalem Parkett vor anfeuernden Fans zu spielen, als zu Hause in der ruhigen Turnhalle. Bekamen wir doch gleich Einladungen für zwei Turniere in Holland, Leiderdorp und Tilburg. Was am Anfang als Witz gehandelt wurde oder bestenfalls eine scheue Idee war, wurde dann Wirklichkeit! Beide Turniere innerhalb von zehn Tagen. Wir konnten das erste Mal mit zwei Iron-Cats Teams antreten. Da Stefan kurz vor dem Turnier auch noch zu unserer Mannschaft gestossen war, hatten wir schon 11 Spieler. Für unsere zweite Mannschaft konnten wir noch den jungen Ismael von dem St. Galler Team ausleihen, darum nannten wir das zweite Team "Swiss-Mixed".

Von weiteren Turnieren

Eigentlich hätte unsere Trainerin die uns in Holland begleitete einmal den Job von Urs übernehmen sollen, doch wie oben erwähnt war das ja nicht möglich. Trotzdem war das Praktikum im MEH für Urs zu Ende was natürlich wieder einen Trainerwechsel erforderte. Wir dachten: " Bitte nicht schon wieder!" Jedesmal wenn es wieder einen neuen Trainer gibt, wird alles wieder anders. Jeder handhabte das Training wieder auf seine Art und jedes mal kostet dies wieder wertvolle Entwicklungszeit. Nun ja, ein weiterer MEH Betreuer übernahm das Training. Diesmal war es Andreas. Er fand in Sybille eine Unterstützung, d. h. einmal machte er das Training und einmal sie, oder sie leiteten es zusammen.
Das halbe Jahr vom Sommer bis Winter 1997 war eine rechte Reifeprüfung für das MEH und die Iron-Cats. In den Sommerferien starb Tomi an einer Lungenentzündung. Er war in der kurzen Iron-Cats Zeit zum Teamleader geworden.
Stefan, der in Holland mit seinen Paraden als Torhüter so manchen von uns entzückte, konnte beim letzten München Turnier nicht mittun weil er krank zu Hause blieb. Als wir gut gelaunt aus München zurückkamen mussten wir vernehmen, dass auch Stefan gestorben sei.
Leider war da noch nicht Schluss. Auch Markus starb noch in diesem Jahr. Als er von den Terminators zu uns zurück kam entwickelte er sich zu einem Top-Verteidiger. Auch sein Bruder Patrick starb ein Jahr später.
Immer wenn ein Bewohner stirbt ist die Stimmung im MEH sehr bedrückt. Dabei ist es eigentlich unmöglich die nächsten Wochen zu trainieren. Natürlich braucht jeder genügend Zeit für sich um das zu verarbeiten und so ist es logisch, dass niemand ans Hockey spielen denkt.

Marc entschied sich Ende 1998 mit dem Spielen aufzuhören. Er spielt nur noch nebenbei im Sommer Hockey. In diesem Sommer gab es fast eine Flut von neuen Spielern. Mit Markus (von uns Wägi genannt) hatten wir nun schon drei Torhüter. Auch Dennis fand den Weg zu uns. Er wurde zum Allrounder. Ebenfalls zu uns stiess, das schöne Energiebündel Valentina. Seit sie bei uns spielt geht immer die Post ab. Mit ihrer Energie und ihrem Spieleinsatz zieht sie uns richtig mit. Sie ist neben Matthias die zweite "Toreschiessen-Versicherung". Meistens wenn sie an den Turnieren spielt, haben wir jeweils plötzlich mehr männliche Zuschauer. Weniger auffällig hingegen spielt Lina, sie ist eher für das "Wegballern" des Balles in Notsituationen. Leider hatte sie vor dem Turnier in München 2000 einen Autounfall und konnte bis heute nicht weiter trainieren. Wir hoffen, dass sie sich bald wieder erholt.


Die Iron-Cats wurden zu einem offiziellen Verein

Die Iron-Cats waren ja ein Bestandteil vom MEH. Sie unterstützten und finanziell, mit Betreuern, Trainern und der Organisation um an einem Turnier teilzunehmen. Um den Sport zu etablieren, muss man auf eigenen Beinen stehen. Einfach unabhängig sein. So kam es zur Vereinsgründung. Wobei wir natürlich nach wie vor von der Unterstützung des MEH’s profitieren. Der Verein wurde im November 1999 von Susanne, Frank, Domenico und Daniel gegründet. Die Strukturierung des Vereins, so wie das Erstellen von Statuten nahm relativ viel Zeit in Anspruch, da die Arbeiten auch immer wieder unterbrochen wurden durch die Organisation von Teilnahmen an Turnieren, dem Planen und Organisieren des eigenen Turniers in Zürich im Jahr 2000, sowie durch den Aufbau des Spiel- und Trainingsbetriebes. Deshalb konnten erst im September 2001 die erarbeiteten Statuten bei der ersten Generalversammlung vorgelegt werden. Diese wurden angenommen.
Daniel Trösch ist seit der Gründung der Präsident des RHCZ. Schon vor der Holland Tournee war er dabei. Er ist mehr oder weniger durch Zufall dazu gekommen. Durch seine damalige Lebenspartnerin die im MEH arbeitet, wurde er aufs E-Hockey aufmerksam.
Der Verein hat sich weiter entwickelt. Es wollen immer mehr Spieler spielen und auch die Motivation ist grösser geworden. Wir mussten jeweils für die Turniere die Mannschaft aufteilen. In Zukunft werden wir auch nach Leistung und Spielniveau aufteilen. All dies wäre wahrscheinlich ohne Verein nicht möglich, denn jetzt sind wir nicht mehr vom MEH abhängig und müssen schauen, dass jeder spielen darf. Das hängt auch damit zusammen, dass wir mit dem Verein auch leistungorientierter sind. Doch es muss noch viel gemacht werden.

Die Iron-Cats zur Jahrtausendwende

Wir waren bis anhin schon so viele Spieler, dass wir uns in zwei Mannschaften teilen mussten. Nun kamen doch wirklich noch mehr. Veronica, Ines, Fahrim und Mauro spielten von jetzt an auch bei uns. Mit Veronica und Ines haben wir schon vier Girls bei uns im Team. Das Trainieren wurde immer schwerer, wir hatten in unserer Halle fast keinen Platz mehr.

Das Hockey Fieber ging auch auf die jüngeren MEH`ler über. In ihrer Freizeit spielten sie auch schon aus "Plausch" ihre Spielchen. Diese Spielfreude entwickelte sich so weit, dass eine Junioren Iron-Cats Mannschaft gegründet werden musste. Schon bald waren dies auch schon zehn Spieler. Sie trainieren seither jeden Dienstag Nachmittag auch in unserer Trainingshalle. Stefan, ein Wohnheimbetreuer, übernahm auch gleich das Traineramt. Die Junioren erinnern mich immer wieder an unserer Anfangszeit. Mit vollem Einsatz spielen die kleinen Rowdies ihre Spiele. Immer wieder versuchen sie mit uns ihre Kräfte zu messen indem sie uns immer wieder zu Spielen auffordern. Am Anfang sind sie voll motiviert und geben alles. Wenn sie dann aber am Schluss doch wieder eine hohe Niederlage einstecken müssen, sind sie jeweils richtig niedergeschmettert. Das Hauptproblem ist leider, dass sie uns fast als Rivalen sehen. Immer wieder versuchen wir unseren Junioren zu zeigen, dass sie ja auch zu uns gehören und von uns lernen können.


Die Schwierigkeit ein eigenes Turnier auf die Beine zu stellen

Wir träumten schon lange von einem Turnier in Zürich, wir wollten endlich mal Gastgeber sein und den anderen Mannschaften zeigen, dass auch wir fähig sind ein super Turnier auf die Beine zu stellen. Unser Präsident Daniel, Frank und Susanne versuchten dies mit Spielern aus der Ausbildung zu ermöglichen. Eineinhalb Jahre dauerte die Vorbereitung und Organisation. Ganz viele Mannschaften bekamen eine Einladung. Die schnellsten neun wurden berücksichtigt. Die Hauptprobleme bestanden bei der Finanzierung, der Unterkunft und der Sporthalle. Fieberhaft suchte man eine Schlafmöglichkeit für 70-80 Rollstuhlfahrer und ihre Betreuer. Eigentlich ist es fast unmöglich eine geeignete Unterkunft für so viele Leute in Zürich zu finden. Schliesslich durfte es nicht zu teuer werden und musste natürlich auch rollstuhlgängig sein. Man entschied sich für die Jugendherberge in Wollishofen, die für Rollstühle befahrbar ist aber nur einen Lift hat, in den nur ein Rollstuhl passt.
Auch die Sporthalle musste natürlich geeignet sein. Nach langer Suche konnte die Halle von der ETH in Zürich gemietet werden. Die Halle befindet sich unter der Polyterrasse, oberhalb des Centrals. Aber das grosse Hauptproblem war natürlich das Geld. Es war schwieriger als wir dachten, natürlich konnte sich kein potentieller Spender etwas unter Rollstuhlhockey vorstellen. Für das Turnier benötigten wir ca. Fr. 25 000.-, doch leider hatten wir drei Wochen vor dem Turnier erst Fr. 15 000.- zusammen. Mit viel Engagement und guten Beziehungen, konnte man das Geld doch noch zusammenkratzen. Es brauchte eine vielseitige PR-Arbeit um alles in den Griff zu bekommen.
Sogar wurde eine eigene Homepage durch die Iron-Cats selbst gestaltet und umgesetzt. Eigene Ideen konnten in Kraft treten und die ganze Ausbildung lernte viel über die Internetumsetzung einer Homepage. Flyers wurden in der ganzen Stadt aufgehängt. Auch eine Tombola durfte nicht fehlen.

 

Eine neue Trainerära


Seit dem Turnier in Zürich hat Frank das Training unter sich, da Andreas und Sybille wegen ihrer Schule zur Sozialarbeit keine Zeit mehr fanden um das Training zu leiten. Eigentlich wollte Frank nur als Nothelfer einspringen, bis ein neuer Trainer gefunden wurde. Aber bis heute ist dies nicht der Fall. Für Frank ist diese Arbeit ein zweischneidiges Schwert. Lieber würde er diesen Job machen wenn er nicht im MEH arbeiten würde. Es ist schwierig die Grenze zwischen MEH und Training zu finden.
1994 beim Turnier in St. Gallen sah er erstmals Rollstuhlhockey. Es war katastrophal was er sah, einfach wie sich Spieler und Eltern benommen haben. Er fand einfach, dass dies nichts mit Sport zu tun hatte. Schon damals sagte er sich, da könne man noch viel verbessern und etwas Gutes daraus machen. Das Spiel hat ihn sehr interessiert und da er sonst im Sport involviert ist (er ist auch noch Fussballtrainer einer Juniorenmannschaft) sah Frank ein grosses Potential darin. Wir Spieler sind froh, endlich einen Trainer zu haben, der seine Meinung vertritt und seine Linie auch immer durchzieht. Die Bereitschaft jedes einzelnen Spielers, konzentriert und aufmerksam zu arbeiten, ist viel besser geworden. Jeder kommt mit Freude ins Training. Die Resultate sehen wir auch an den Turnieren, bei denen wir viel lernen. Training ist die Basis, einfach immer üben!
Wir finden es super, etwas zu machen wo man nicht denken würde, dass es möglich sei. Es ist einfach schön zu sehen, dass es funktioniert. Jeder Spieler holt sein Potential heraus. Es ist mehr möglich als man denkt.
Doch natürlich könnte man immer noch etwas verbessern. Oft ist es ein Theater, bis alle in der Halle bereit sind zum spielen. Am Schluss braucht man fast mehr Zeit zum Vorbereiten als zum Trainieren. Auch wird viel zu viel diskutiert zwischen den Spielern.

 

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